Lenz - Drei Wanderungen
Foto: Carmen Orschinsky
Lenz - Drei Wanderungen

Lenz - Drei Wanderungen

03.-05.02.2012

Ein Abend nach Georg Büchner von Studierenden der HfMDK.

In dem Projekt Lenz-Drei Wanderungen, nähern sich die drei Regiestudenten: Carolin Millner, Simon Möllendorf, Marie Mühlan, in ihrer jeweiligen Sichtweise, Büchners Fragment an.

VERANSTALTUNGEN IM FRANKFURT LAB
03., 04. & 05. Februar 2012

Die Inszenierungen dauern jeweils 30 Minuten.

ERSTE PRODUKTION
REGIE Simon Möllendorf

ZWEITE PRODUKTION
Eingedeckt für Lenz – ein Gedenk

REGIE Marie Mühlan
LICHT/TECHNIK Diana Dorn
Ein Gedenk-Feier-Theaterprojekt von Lisa Hofer, Marie Mühlan, Elisabeth Lindig.

Liebe Gäste,
hiermit möchte ich euch herzlich zu einem Abendessen einladen.
Gemeinsam werden wir einem guten Freund gedenken und von ihm Abschied nehmen.
Auf dass man ihn niemals vergesse. Wir trinken auf:  Lenz!
Über euer Kommen, wär ich froh!
(Marie Mühlan)

„So oft wir reden, wird von uns geurtheilt, will geschweigen, wenn wir handeln. Jeder urtheilt nach seinem besonderen Temperament  und nach der Vorstellung, die er sich von der ganzen Sache macht; die aber unmöglich, getreu und richtig sein kann, wenigstens mussten unglaublich viele Kettengleiche darin fehlen, ohne die man kein richtig Urtheil fällen kann, weil es unmöglich wäre sie getreu zu beschreiben und doch so oft in einem Ton, in einem Blick, der nicht beschrieben werden kann, etwas steckt, das mehr bedeutet, als vorhergegangene erzählbare Handlungen“

DRITTE PRODUKTION
BEING LENZ. Ein Nachvollzug mit drei Schauspielern.
REGIE Carolin Millner
DRAMATURGIE Caroline Rohmer
BÜHNE/KOSTÜME Caroline Ströhle
SCHAUSPIEL Julius Ohlemann, Thomas Strecker, Daniel Schauf

Zwei Schauspieler begeben sich auf Spurensuche. Sie wollen das Geschehen, welches in Büchners Fragment geschildert wird, nachvollziehen und dabei dem „Lenz-Gefühl“ nahe kommen. Innere Vorgänge finden Bilder und provozieren einen Umgang. Die Schauspieler werden zu Archivaren, spielen mit Fragmenten, nähren sich an, stoßen sich ab, und kehren um  – Können und wollen sie und wir Lenz überhaupt verstehen und nachfühlen? Lenz ist eigentlich selbst Fragment, aus Sehnsüchten und Ängsten; ein Zustand, eine Einstellung, ein Sinnbild auch der immanenten Krise des Künstlers, in der Frage nach der Mitteilbarkeit der eigenen Ideenwelt; der Krise, zwangsläufig an den eigenen Ansprüchen an die Kunst scheitern zu müssen, welche zugleich antreiben und lähmen. Die Krise, der wir uns selbst als Theatermacher ausgesetzt sehen.