Medea
Foto: Mattis Kuhn
Medea

Medea

30.09./01.&02.10.2011

Hochschulöffentliche Proben Studiengang Regie der HfMDK

Als Mythos des Kindermords arbeitet Medea im kollektiven Unbewussten gegenwärtiger Entwürfe einer Mutter-Kind-Beziehung. Was ist die Schnittmenge der absoluten Destruktivität, die am Ort des totalen Vertrauens hervorbricht?  Bei Euripides, Seneca und Hans Henny Jahnn finden sich drei Versuche, das Monströse einzuhegen. Die Erklärungen tasten sich an der Logik von Politik und Recht, von Sexualität und Körperlichkeit und einer verklärten Schuldzu(rück)weisung entlang.

Mit den Medea-Bearbeitungen werden drei Wege einer Frau zum Mord nachgezeichnet und die Erklärungsansätze aus einer heutigen Perspektive überprüft. Die Handlung wird dazu ins Nirgendwo verlegt: Als Siegel der Fremde, des Verfalls und der fieberhaften Gegenwärtigkeit der unbewussten Angstbilder nimmt der theatrale Nicht-Ort den eigentlichen Ort des Schreckens ins Visier: den Zuschauerkopf.

REGIE Ksenia Ravvina RAUM Mattis Kuhn KOSTÜM Johanne Schröder TON Jonas Englert DRAMATURGIE María Fernández, Florian Heller, Sophie Rintelmann SCHAUSPIEL Marlene Hoffmann, Karoline Stegemann, Nadja Bobyleva

HOCHSCHULÖFFENTLICHE PROBEN IM FRANKFURT LAB
30. September, 01.&02. Oktober 2011

Dieses Projekt entsteht in Kooperation der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, der Hochschule für Gestaltung hfg_of_main und der Hessischen Theaterakademie.