Europäisches Residenzprogramm
Foto: Christopher Roman
Hollins European Residency Programme

Europäisches Residenzprogramm

05.-12.12.2011

Workshop mit MFA Studierenden der
Hollins European Residency University Virginia

Die Hollins-Universität in Roanoke, Virginia, bietet jedes Jahr gemeinsam mit dem American Dance Festival ein Residenzprogramm für ihre MFA-Studierenden im Bereich Tanz/Choreographie an.

Das Programm 2011 widmete sich dem unerschöpflichen Thema „Prozess“. Die geladenen Dozenten, Lehrer und Choreographen waren aufgefordert, verschiedene Prozessformen zu illustrieren sowie die Variablen vorzustellen, mit denen sie persönlich arbeiten, und dadurch Möglichkeiten aufzuzeigen, die im Endergebnis nicht sichtbar werden. Prozess ist ein weiter Begriff und was für den einen funktioniert, funktioniert nicht unbedingt für den anderen. In Workshops und Vorträgen sollten die Studierenden neue Erfahrungen machen und lernen, ihren individuellen Weg zum Performer, Choreographen oder Regisseur zu verfolgen und wertzuschätzen.

An den Veranstaltungen in Wien und Frankfurt wirkten folgende Lehrer/Dozenten mit: Michael Keegan-Dolan, künstlerischer Leiter der Dubliner Company Fabulous Beast; in einem einwöchigen Workshop in Wien gewährte Keegan-Dolan mit Unterstützung der Companymitglieder Mani Obeya, Louise Mochia und Philip Feeney Einblick in choreographische und dramaturgische Prozesse seiner Arbeit. Thomas McManus, Choreograph und ehemaliges Ensemblemitglied des Ballett Frankfurt; seine Improvisationsworkshops basierten auf William Forsythes Die Befragung des Robert Scott. Jonathan Burrows, britischer Choreograph und Autor, veranstaltete einen Workshop für die Studierenden der Hollins University und der Hessischen Theaterakademie Gießen mit dem Titel Writing Dance. Scott deLahunta, Leiter von Motion Bank, und die Künstler/ Gestalter Florian Jenett und Amin Weber; ihr Workshop beschäftigte sich mit Motion-Capture und Sehprozessen. Martin Lämmerhirt, ehemaliger Tänzer beim Ballett Frankfurt und Gyrokinesis-Master-Trainer, bot tageweise ein Gyrokinesis-Training an. William Forsythe, Künstlerischer Leiter der Forsythe Company, lud Studierende ein, an Proben für das Stück Sider teilzuhaben. Christopher Roman, ehemaliger TFC und Ensemblemitglied des Balletts Frankfurt, leitete einen Improvisationsworkshop zum Thema Standpunkt und Entscheidungsfindung.