Frankfurter Positionen 2013
Foto: http://frankfurterpositionen.de/
Frankfurter Positionen

Frankfurter Positionen 2013

18.01.– 10.02.2013

F20 P13 Festival für neue Werke

Die 2001 erstmals veranstalteten Frankfurter Positionen verstehen sich als Erfahrungs- und Erkenntnisfeld: In einem etwa zweijährigen Turnus versuchen sie, mit den Mitteln verschiedener Sparten der Künste sowie mit der Vortragsreihe à jour eine Positionsbestimmung zu dem sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel und zu den Veränderungen in der Lebenswelt zu formulieren. Die Frankfurter Positionen initiieren so einen kontinuierlichen kreativen Prozess mit dem Ziel, neue Sichtweisen und soziale Phantasie zu entwickeln. Die sechsten Frankfurter Positionen finden vom 18. Januar bis 06. Februar 2013 statt. Die Präsentationen der entstandenen Werke sind im Künstlerhaus Mousonturm, im MMK Museum für Moderne Kunst, der Alten Oper und im Frankfurt LAB zu sehen.

AN DER GRENZE?
ÜBER DIE ZUKUNFT DER MODERNE
Das Nachdenken über Grenzen führt mitten hinein in die Diskussionen über die Moderne und ist das Thema der Frankfurter Positionen 2013. Auch wenn die Theorien der sogenannten Postmoderne deren Auflösung angekündigt oder deren Überwindung propagiert haben, so deutet doch vieles darauf hin, dass sie den Diskurs der Moderne nicht beendet, sondern im Gegenteil weiter vorangetrieben haben. In den Debatten um die Moderne bündeln sich stets aufs Neue Reflexionen über unser gesellschaftliches, politisches und ästhetisches Selbstverständnis. Und die Krisenerfahrungen der letzten Jahre zeigen, wie dringend es ist, sich mit den normativen Grundlagen und der institutionellen Verfasstheit moderner Gesellschaften auseinanderzusetzen.

Der Kampf um Grenzen – ihre Überschreitung, Verschiebung, Delegitimierung, Verwischung, Auflösung – ist ein konstitutives Merkmal der Moderne. Es geht um die Frage nach legitimen und illegitimen Grenzen, um positive Erwartungen ihrer Überwindung im Interesse von Emanzipation, Freiheit und Kreativität, um negative Erfahrungen von Auflösungserscheinungen, die als gefahrvoll erlebt werden, um die Idee des Fortschritts: Was kann Fortschritt heute noch bedeuten? Muss er neu bestimmt werden? Nicht als eine Bewegung der permanenten Innovation und Überschreitung von Grenzen, sondern vielleicht gerade umgekehrt als eine Bewegung der Selbstbeschränkung?

In der multidisziplinär angelegten Vortragsreihe steht der normative Gehalt der Moderne im Kontext multipler (auch nichtwestlicher) Modernen zur Diskussion, indem Phänomene der Entgrenzung und Begrenzung in Kunst, Gesellschaft und Politik analysiert werden.

DIE PARTNER
Alte Oper Frankfurt, Deutsches Theater Berlin, Ensemble Modern, Frankfurt LAB, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Hochschule für Gestaltung Offenbach, ID_Frankfurt, Institut für Sozialforschung, Künstlerhaus Mousonturm, MMK Museum für Moderne Kunst, Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Frankfurt, S. Fischer Verlag, Städelschule/Portikus, Suhrkamp Verlag, Theatrum Mundi/Global Street, Verlag der Autoren, Weltkulturen Museum, Medienpartner hr2-kultur

DAS PROGRAMM 
Eine vollständige Übersicht über das Programm der Frankfurter Positionen 2013 finden Sie auf der Homepage der Frankfurter Positionen.
Eine Übersicht über alle Veranstaltungen der Frankfurter Positionen 2013 die im Frankfurt LAB stattfinden finden Sie hier.


Das Projekt ist eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung, die – unter Einbeziehung unabhängiger Fachjurys – auch die Aufträge zur Erstellung neuer Werke an die beteiligten Künstler erteilt. Die Frankfurter Positionen werden von einem breiten Frankfurter Kultur-Netzwerk getragen, bei dem rund 15 Institutionen zusammenarbeiten. Seit der Etablierung des Projekts haben so an die 50 Theaterautoren, bildende Künstler, Komponisten, Choreographen und Filmer die Möglichkeit erhalten, neue Werke in ihrem Bereich zu schaffen und diese in und mit bedeutenden Institutionen zu präsentieren.